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Marrakesch – Reisemärchen aus 1001 Nacht

02.November 2009 Gabriele Teistler bisher 3 Kommentare Share

Gabriele
Derzeit verwandelt sich Marrakesch, die Stadt von der viele Reisende sagen, sie wäre die schönste in ganz Nordafrika, vom Geheimtipp zu einem wahren Trendreiseziel. Schon immer war sie Anziehungspunkt vieler Europäer, in der Vergangenheit kamen überwiegend Franzosen für einen Kurzbesuch hierher. Im Rahmen von Marokkorundreisen bildete der Besuch der Königsstadt stets einen Reisehöhepunkt.
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Seit einiger Zeit entdecken jedoch immer mehr Gäste  die “Rosa Stadt” am Fuße des Hohen Atlas als ideales Städtereiseziel. Nur 3 Flugstunden von Deutschland entfernt (im Winterhalbjahr gibts leider keine Nonstopverbindungen)  lohnt auch ein 3 – Tagesbesuch sehr!

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Wohnen kann man in- und außerhalb der berühmten historischen Altstadt (Medina). Wir entscheiden uns für einen Riad, so heissen die ehemaligen Herrenhäuser mitten in der Medina. Aber schaut mal selbst, hier einige Impressionen vom ROBINSON Riad Zakaria: 

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Hinter fast unscheinbaren Türen eröffnet sich eine andere Welt
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Charakteristisch sind die herrlichen Innenhöfe
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die nicht überdacht sind. Und das ist der Blick vom Dach:


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Schon beim Eintritt in das Riad Zakaria fühlen wir uns in eine andere Welt  versetzt. Abdel, der Hoteldirektor  bereitet uns einen herzlichen Empfang. Wir bekommen einen  kühlen Willkommensdrink serviert  und werden anschließend durchs  Riad geführt. Hier wohnte einst der Besitzer des Hauses mit insgesamt 35 Personen (seinen 4 Frauen und den vielen Kindern) Unsere beiden Männer sind sprachlos und beeindruckt.

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Wir können gar nicht genug fotografieren: Der hübsch gestaltete Innenhof mit den kleinen Sitzecken, hier ein verziertes Fenster, dort kleine Nischen mit  orientalischen Lampen, Bodenvasen, Bildern. Palmen,   Eine kleine Treppe führt uns hinauf auf die Dachterrasse, von dort aus haben wir einen herrlichen Blick auf  Marrakesch und die Koutoubia Moschee- das Wahrzeichen der Stadt.

 

 

 

 

 

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Über den Dächern von Marrakesch, bei sternenklarem Himmel, Vollmond und Kerzenschein genießen wir  ein erstes marokkanisches Abendessen und lauschen von Ferne den Trommeln der Gnawa, dem Stimmengewirr, den Klängen der hölzernen Berberflöte die vom Place Jemaa el- Fna herüberwehen und stimmen auf die vor uns liegenden Tage ein.

 

 

 

 

 

Am nächsten Morgen, bei Anbruch des Tages, werden wir durch ungewohnte Töne sanft geweckt. Es ist der Ruf des Muezzins zum Gebet. Ein Blick auf die Uhr – es ist 05.00 Uhr. Dennoch schlafen wir  wieder ein.

 

 

 

 

 

Heute, am 04. November stehen zwei Halbtagstouren auf unserem Programm. Nach einem köstlichen französischen Frühstück mit frisch gebackenen Croissants, Kaffe, Käse, Joghurt und frisch gepresstem Orangensaft werden wir pünktlich von unserem Guide Mohammed, bekleidet mit einer Djellaba (dem traditionellen Kapuzengewand der Marokkaner) vom Hotel abgeholt. Am Vormittag stehen die kulturhistorischen Baudenkmäler auf dem Programm. Wir beginnen mit der  Koutoubia-Moschee – sie kann nur von außen besichtigt werden. Wir verlassen die Medina mit dem Bus durch das Stadttor Bab Nikob und fahren an der Stadtmauer entlang auf dem Boulevard el Yarmouk. Wir passieren das Stadttor Bab Agnou, das zu den schönsten Stadttoren Marokkos gehört  und gehen in das Kasbahviertel. Besuchen die Ssaadietengräber, fahren weiter zum jüdischen Viertel (Mellah) und besichtigen den Palais de Bahia- ein Meisterwerk maurischer Baukunst.

 

 

 

 

 

 

Bevor wir zu unserer zweiten Besichtigungstour aufbrechen, verweilen wir auf Empfehlung unseres Guides Mohammed  bei einem typischen Mittagessen auf der Terrasse des Riads Omar in der Medina.

Gestärkt, ausgeruht und wieder aufnahmefähig  mischen wir uns in das Gewühl der Souks.

In einem Labyrinth von Gassen, Durchgängen und Gewölben reihen sich Geschäfte und Verkaufsstände dicht aneinander. Fülle, Farbenpracht und Treiben sind überwältigend. Wir begeben uns in die Zunft-Viertel und beobachten, wie die geschickten Handwerker vor unseren Augen Waren aus Metall, Holz und Leder herstellen.

 

 

 

 

 

Wir verlassen die Souks und besuchen eine 400 Jahre alte Koranschule und eine traditionelle Apotheke. Der geschäftstüchtige Apotheker erklärt uns witzig und in perfektem Deutsch die besten  Heilmittel von A – Z. Gegen allerlei Beschwerden gibt es Gewürze, Naturheilmittel, Öle, Cremes und Tees. Dankend nehmen einige unserer Gruppe eine kleine Massage vor Ort an.

 

 

 

 

 

Bevor wir uns von unserem Guide Mohammed verabschieden besuchen wir noch eine kleine orientalische Bäckerei. Es duftet nach frischem  Fladenbrot.

 

 

 

 

 

Nach kurzer Entspannung und voller Eindrücke lassen wir den Abend in der gemütlichen Sitzecke unseres Riads ausklingen.

Heute am 05. November brechen wir zu unserem Ausflug in den Hohen Atlas auf. Unser Ziel  sind die Wasserfälle im Ourika Tal, das ca. 70 km von Marrakesch entfernt liegt.

 

 

 

 

 

Je näher wir uns dem Hohen Atlas nähern verändert sich die. Landschaft. Kleine Dörfer aus Stampflehm schmiegen sich an steile Berghänge. Es wird grüner und Oliven- und Obstbäume  wachsen an den begrünten Hängen.

Wir folgen dem  Lauf des Flusses und beobachten das Leben und Treiben  der Berber, passieren Märkte mit Waren des täglichen Bedarfs: Amphoren, Keramik, Decken, Teppiche. Viele Häuser bieten ihre selbstgefertigten bunten Teppiche zum Kauf an. Wir besuchen eine Kräuterfarm. Dort bestaunen wir zarte Safranpflänzchen, Thymian, Basilikum, Pfefferminz und vieles mehr.

 

 

 

 

 

Im engen Tal Ourika endet die Straße am Setti-Fatma-Platz. Unser Bergführer Hassan führt uns sicher hinauf zu den Wasserfällen. Nach einem etwas schwierigen Aufstieg, hier ist festes Schuhwerk ein

„Muß“, belohnen wir uns mit einem köstlichen Pfefferminztee.

 

 

 

 

 

Natürlich müssen wir noch das Haus von Hassan besichtigen. Dort werden uns Teppiche und Tischdecken  zum Kauf angeboten. Einige Gruppenteilnehmer üben sich im Feilschen.

 

 

 

 

 

Auf dem Rückweg  besuchen wir das kleine feine Bergrestaurant „Massinissa“. Rachid Eyakoubi, der Restaurantbesitzer empfängt uns sehr freundlich und wir genießen  auf der Dachterrasse des Restaurants mit einem herrlichen Ausblick auf das Ourika Tal ein wunderbares Mittagesmenü und einen tollen Service. 
 
 
 
 
 

 

Ein erlebnisreicher Tag nähert sich dem Ende. Wieder nach Marrakesch zurückgekehrt, schlendern  wir über den Gauklerplatz, der sich am Abend mit den vielen Garküchen  in ein großes Open Air Restaurant verwandelt. Wir lassen uns Treiben schauen den Schlangebeschwörern, Feuerschluckern und Gauklern zu. Lauschen den Geschichtenerzählern, bewundern die Geschicke der Henna-Malerinnen.

Der  Duft von Gewürzen, Rauch von Gegrilltem steigt in unsere Nasen. Händler halten einen Schal hin, bitten zum Eintritt in ihre Geschäfte, zeigen auf ein paar besonders hübsche Babuschen.

 

 

 

 

 

Freitag, der 06. November, der letzte Tag unserer Reise steht voll und ganz im Zeichen des Relaxen und Wohlfühlens. Bevor wir der Einladung  auf eine ehemalige Olivenplantage folgen, besuchen wir  auf dem Weg dorthin  ein weiteres Highlight Marrakeschs: den Jardin Majorelle. Benannt nach dem französischen Künstler Jacques Majorelle findet man hier unzählige Pflanzen, hauptsächlich Kakteen, Palmen, Bouganvillea . Gekauft hat ihn Yves Saint Laurant Ende der 80er Jahre. Dort soll er seine Ideen für neue Kollektionen gesammelt haben.

Ca. 20 Minuten von Marrakesch entfernt sind wir zu Gast auf einer ehemaligen Olivenplantage, die liebevoll zu einer Wohlfühl-Oase  umgebaut wurde.Wir tauchen ein in marokkanische Lebensart und werden nach allen Regeln der Kunst verwöhnt.  Hier können wir alle Eindrücke, die wir in den letzen Tagen gesammelt haben, noch einmal Revue passieren lassen und möchten  unserem großzügigen Gastgeber, der uns den Aufenthalt ermöglichte, bedanken und natürlich  bei den guten Geistern  Raychid, Ibrahim  und Fatima, die uns nicht nur kulinarisch verwöhnten. Ob ein kleiner Spaziergang durch den Garten, auf der Liege oder im beheizten Pool. Wir haben uns rundherum sehr wohlgefühlt. Shukran!

 

 

 

 

 

 

Am Abend bringt uns ein Taxi in die Medina,  zum Platz El Moukef., wo uns  Laternenmänner in typischen Djellabas in Empfang nehmen und uns sicher in das Restaurant Le Foundouk führen. Dort lassen wir den Abend gemeinsam ausklingen

Au revoir – aleikum salam – besuchen Sie Marokko  und verbinden Sie einen Aufenthalt  in Marrakesch mit einem Badeurlaub am Meer.


Ihre Gabriele Teistler

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bisher 3 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben

  • 1. kathrin  |  02.November 2009 at 23:48

    liebe gabi,

    ich wünsche dir viel spaß und eine erlebnisreiche zeit im wunderschönen marrakesch!

    viele grüße
    kathrin

  • 2. Beate  |  03.November 2009 at 11:29

    Gabilein, ich wär so gern mitgekommen!!! Habt Spaß und eine gute Zeit, LG B

  • 3. Matthias  |  06.November 2009 at 09:34

    Heee guten Tag liebe Gabi ..ROBINSON Riad Zakaria sieht ja sehr
    schön aus!
    Wünsch Dir mit Deiner Gruppe weiterhin eine wunderbare Zeit.
    Liebste Grüsse, Matthias

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