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Kopenhagen: über Meerjungfrauen, Smørrebrød und viel Kunst

21.Mai 2010 Dennis Henschel jetzt kommentieren? Share

Dennis
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Willkommen in der kleinsten Hauptstadt Europas! Dänemarks größte Stadt ist mit etwas mehr als 500.000 Einwohnern in etwa so “groß” wie meine Heimatstadt Hannover und bildet mit dem schwedischen Malmö eine grenzüberschreitende Metropolregion. Beide Städte sind durch die ziemlich neue Verbindung über den Øresund via Schiene und Straße miteinander verbunden.

Das erste Hindernis erwartet uns direkt am modernen und gut strukturierten Flughafen: die Bahn fährt nicht, Oberleitungsschaden. Unser Ticket haben wir aber bereits, dieses kann man nämlich schon direkt in der Halle der Kofferrückgabe kaufen. Was tun? Ein sehr freundlicher Angestellter der Dänischen Staatsbahnen verrät uns, dass dieser Fahrschein auch für die Metro gilt. Okay, auf zur U-Bahn. Diese ist ultramodern und fährt vollautomatisch vom Flughafen in die Innenstadt. Ein wenig mulmig ist uns schon – so ganz ohne Fahrer in einer U-Bahn zu sitzen. Das habe ich erst einmal erlebt, im Zürcher Flughafen. Dort fährt man allerdings nur von einem Terminal zum nächsten und nicht zwanzig Minuten lang. Aber alles funktioniert reibungslos.

Mitten in der Stadt am Nørreport angekommen suchen wir unser Hotel. Auf dem Stadtplan sieht das eigentlich nicht so schwer aus, stellt sich aber als nicht ganz so einfach heraus – Straßenschilder sind wenig bis gar nicht vorhanden. Man muss schon sehr genau schauen, in welcher Straße man denn jetzt gerade ist. Aber auch diese Hürde haben wir gemeistert.

Unser erster Weg führt uns in die Touristeninformation. Wir kaufen uns die cOPENhagen Card. 24 oder 72 Stunden kostenfreie Fahrt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, viele Museen und andere Sehenswürdigkeiten sind enthalten. Nun erst einmal ein ordentliches Frühstück – wir entscheiden uns für das HardRockCafé. Direkt gegenüber der Touristeninformation bekommen wir für viel Geld viel Frühstück. Kopenhagen ist nicht günstig, in Dänemark gilt 25% Mehrwertsteuer auf alles. Ein Euro sind etwa 7,44 Kronen, die Kaufkraft des Euro beträgt in Dänemark etwa 0,78 Euro – man lebt also teurer als in Deutschland.

Wir gönnen uns einen gemütlichen Start in den Rest des Tages und besuchen den Botanischen Garten. Der Eintritt ist kostenfrei, der Garten ist wirklich schön angelegt. Er liegt mitten in der Stadt und ist quasi der Stadtpark Kopenhagens.

Botanischer Garten

Botanischer Garten

Botanischer Garten

Botanischer Garten

Im Anschluss geht es in das gegenüberliegende Statens Museum for Kunst (Staatliches Kunstmuseum). Neben der Königlichen Kunstsammlung gibt es verschiedene Wechselausstellungen. Fans von Rubens, Rembrandt, Matisse kommen hier voll auf ihre Kosten.

Dansk Design Center

Dansk Design Center

Am nächsten Tag geht es weiter mit Museumsbesuchen. Das Wetter ist ideal dafür: kalt, grau, feucht. Wir sehen uns das Dansk Design Center an, hier dreht sich alles um die schönen Dinge: Möbel, Kleidung, Inneneinrichtung und Architektur.

Die "falsche" kleine Meerjungfrau

Die "falsche" kleine Meerjungfrau

Natürlich darf eins nicht fehlen: Der Tivoli. Der 1843 eröffnete Vergnügungspark ist einer der ältesten weltweit und das Wahrzeichen Kopenhagens. Verschiedene Achterbahnen, Karussells, Restaurants und Bühnenshows bieten für jeden Besucher etwas. Der Eintritt ist in der cOPENhagen Card enthalten, jedes Fahrgeschäft kostet dann noch einmal etwa 13 Kronen. Hier sehen wir auch das andere Wahrzeichen Kopenhagens: die kleine Meerjungfrau. Ehrlich gesagt nur eine Kopie, das Original ist nämlich gerade auf der EXPO in Shanghai.

Zeit, die dänischen Spezialitäten zu testen. Wir versuchen ein Smørrebrød. In Berlin würde man Stulle sagen – es ist aber soviel mehr. Leckeres Brot wird mit allem erdenklichen belegt und ist am Ende oft höher als ein BigMac. Die andere Spezialität ist weniger gesund aber bestimmt genauso bekannt: HotDogs.

Am nächsten morgen machen wir uns auf nach Ishøj. Die komfortable S-Bahn (“S-tog”) braucht etwa 15 Minuten in den Vorort am Meer. Schöne Strände und ein weiteres Museum erwartet uns: Arken. Moderne Kunst wird hier zelebriert, fotografieren leider verboten.

Strand bei Ishøj

Strand bei Ishøj

Was gibt es noch zu erleben? In welchem Stadtteil sollte man wohnen? Ich verrate es. Anruf oder E-Mail genügt!

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