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Kambodscha und Laos

10.Juni 2011 Nicole Frick jetzt kommentieren? Share

Nicole

Begleiten Sie mich in ein verlockendes und noch vom Massentourismus unberührtes Südostasien.

Diese beiden Länder am Mekong überraschen in vielerlei Hinsicht. Man wird von einer interessanten alten Kultur, einer wunderbaren Freundlichkeit und großartigen Geschichte verzaubert.

Meine Reise beginnt in Hanoi, der Hauptstadt Vietnams. Hier erlebe ich zum ersten Mal den Duft von Asien. Sehr warm und sehr schwül aber dennoch ein angenehmes Gefühl.

Nach einem sehr entspannten 11-stündigen Flug mit Vietnam Airlines, die uns grandioser Weise ein Upgrade in die Deluxe Economy Class spendiert hat, ging es nun weiter in die Hauptstadt Kambodschas: Phnom Penh.

Zwei Mönche in der Hauptstadt

Nach einer kurzen Erfrischung im Interconti Hotel haben wir uns noch zwei andere hervorragende Hotels ansehen dürfen. Das Juliana Hotel und das Sunway Hotel liegen in der Nähe der Waterfront, dem Viertel in der Großstadt, das man auf gar keinen Fall verpassen sollte. Unsere tolle Reiseleiterin Manavymuth hat uns natürlich all die Sehenswürdigkeiten wie den Königspalast und die Silberpagode nicht vorenthalten. Per Fahrradrikscha kann man sich die Stadt wunderbar ansehen und genießen. Diese Fahrt ist wirklich ein Highlight: man wird von einem freundlichen Einheimischen durch den Verkehr manövriert, wo ich mir ehrlich gesagt nicht zutrauen würde selbst zu fahren, da es scheinbar gar keine Verkehrsregeln gibt. Direkt an den Ufern des Tonle Sap Flusses wurde an diesem Tag ein buddhistisches Fest gefeiert. Und wir mittendrin!

Unser Abendessen fand auf einem Mississippi Dampfer-ähnlichem Boot statt. Das Essen war ausgesprochen köstlich. Trotz meines nicht experimentierfreudigen Essverhaltens. Im Hintergrund klang sanfte Musik mit Blick auf dem See im Licht der Dämmerung. Es war wirklich zum Träumen schön.

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Der Straßenverkehr in Pnomh Penh

Ein gelungener Auftakt für unsere Südostasien Tour!

Nach einem sehr tiefen Schlaf in einem traumhaften Bett mit einer außerordentlich weichen Bettwäsche, ging es am nächsten Morgen mit dem Bus in Richtung Siem Reap. Eine 10-stündige Überlandfahrt, die ich auf gar keinen Fall missen wollen würde. Denn hier bekommt man das „andere“ Kambodscha“ zu sehen. Wie die Menschen hier wirklich Leben, auf ca. 15 qm großen Stelzenhäusern, die meist nur aus Holz und Stroh bestehen. Elektrizität sowie fließendes Wasser sucht man oftmals vergeblich.

Vorbei an einem wunderschönen Lotusblumenfeld, nutzte fast jeder unserer Reisegruppe die Gelegenheit einen Strauß für 1000 Riel (ca.10€Cent) zu erwerben. Lotusblumen bedeuten im Buddhismus  absolute Reinheit.

Auf diesem Tagestrip machten wir einen Zwischen Stop an einem einheimischen Markt, hier gab es unter anderem frittierte Spinnen und geröstete Kakalaken zu kaufen. Jedoch beschränkte sich die Gruppe dann doch auf frische Rambutanfrüchte und eingelegte Tamarinde, da niemand den Mut hatte die landestypischen „Delikatessen“ zu probieren.

Delikatessen in Kambodscha

Am Nachmittag hatten wir dann die erste Tempelbesichtigung. Dieser lag versteckt in einem Dschungelgebiet. Mit viel Geduld unserer kompetenten Reiseführerin Manavymuth und mit der Unterstützung einheimischer Kinder, wurde uns die Geschichte dieser Anlage näher gebracht. Die Kinder im Alter zwischen 6-9 Jahren versuchten das Haushaltseinkommen der eigenen Familien zu verbessern. Indem sie mit aufgeschnappten deutsch- oder englischsprachigen Phrasen ein paar Tücher verkaufen. Meist auf niedliche Art und Weise jedoch nach einiger Zeit recht aufdringlich wirkenden Art. Wenige unserer Mitreisenden konnten den großen Kinderaugen wiederstehen und wurden somit um einige Dollar erleichtert.

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Als wir dann am frühen Abend in Siem Reap eintrafen, und im zauberhaften Resort Hotel Tarna Angkor kurz eincheckten, aßen wir zu Abend. Das offen gestaltete Restaurant hat alle begeistert. Mit einem gut gesättigten Magen ging es dann auf den Nachtmarkt. Hier kamen besonders Shoppingbegeisterte und Massagefans auf ihre Kosten. Ein Highlight auf diesem Markt waren die „Putzerfische“. Hier hatte man die Möglichkeit auf rein natürliche Art und Weise eine Fußpflege vornehmen zu lassen. Man taucht seine Füße in ein Aquarium und die nimmersatten „Putzerfische“ erledigen auf eine sehr schonende Weise die Arbeit.

Am nächsten Morgen wurden wir vom lästigen Kofferpacken erlöst, denn wir durften noch eine zweite Nacht in diesem fantastischen Hotel verweilen.

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Heute war unser Ziel die größte Tempelanlage der Welt, namens Angkor Wat. Genauso beeindruckend hat sie sich auch präsentiert. Mit neugierigen Blicken besichtigten wir die drei Haupttempel. Und es gab noch viel mehr zu entdecken.

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Die Gebeco-Gruppe

Zuerst besuchten wir Angkor Thom den, im „Dornröschenschlaf“, wirkenden Tempel. Dieser war völlig umwachsen von Bäumen und Wurzeln. Großartige Bilder haben sich hier dargeboten und meiner Phantasie waren hier keine Grenzen gesetzt. Angkor Thom bedeutet „Große Stadt“. Hier haben wir den Bayon Tempel besichtigt, benannt nach den „Banyan Trees“, die hier wachsen. Nach einem reichhaltigen Mittagessen war es endlich soweit, wir fuhren nach Angkor Wat, der berühmtesten Komplexanlage hatte eine bombastische Ausstrahlung dennoch strahlte sie trotz Touristenströmen eine unglaubliche Ruhe aus. Ja sogar „Nicht Kenner“ der Khmer-Kultur wurden von diesen Eindrücken mitgerissen. Gerade am Nachmittag, wo es oft sehr heiß wird, lohnt sich ein Besuch von Angkor Wat, da hier das Licht besonders schön fällt.

Der überwachsene Tempel

Unser Tuk-Tuk Fahrer

Am Abend konnte man die vielen Erlebnisse bei einem Abendessen in einem Top-modernen Restaurant austauschen. Hier gab es eine Auswahl von mediterranen wie auch einheimischen Gerichten. Auch gibt es hier die Möglichkeit in gemütlichen Lounge-Möbeln einen Aperitif oder „Absacker“ zu genießen. Einige haben es sich im Anschluss nicht nehmen lassen den Nachtmarkt wiederholt zu durchstöbern. Ich war sehr überrascht mitzuerleben welch junges und internationales Publikum sich nachts in Siem Reap vergnügt.

Die "Putzerfische"

Der vierte Tag war gefüllt mit ein paar Hotelbesichtigungen und einem anschließendem Flug in Richtung Laos nach Luang Prabang. Nach einer sehr herzlichen Begrüßung wurden wir in Minibussen zum Hotel chauffiert. Mit einem großen Reisebus, wäre diese Durchfahrt durch das von der Unesco geschützte Städtchen nicht machbar gewesen. Laos ist ein Land, das in einem sattgrünen Tal, eingebettet auf 1200 m Höhe, seine Schönheit darbietet. Verständlich, dass hier jedes neu erbaute Haus nie die Höhe der Palmen überragen darf. Somit wird erfolgreich die unkontrollierte Bebauung in einem sehr verträumten und beschaulichen Gebiet verhindert. Obwohl auch Laos zu den ärmsten Ländern der Welt gehört wirkte Kambodscha doch ärmlicher und verschmutzter auf mich. Aufgrund der Freundlich- und Aufgeschlossenheit der Menschen fühlten wir uns stetig wohl. Auch unser super kompetenter und sympathischer Reiseleiter Vy trug dazu bei.

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Im Juliana Palais verbrachten wir eine absolut traumhafte Nacht. Heute wurden uns die Nationalheiligtümer wie z.B. das Kloster Wat Xieng Thang oder Tempelberg Phou Si, gezeigt, wo wir nach einem interessanten aber schweißtreibenden Aufstieg, mit einen atemberaubenden Blick über die Stadt belohnt wurden.

Der Mekong in Laos / Luang Prabang

Nachdem wir unseren obligatorischen Besuch auf dem Nachtmarkt beendet hatten, wurden wir Zeugen eines unglaublichen Monsunregens. Im Transferbus, der glücklicherweise just in diesem Augenblick bereit stand, konnten wir das Naturschauspiel im Trockenen verfolgen. Innerhalb von zehn Minuten verwandelten sich die geteerten Straßen in reißende Flüsse. Zum Abendessen saßen wir trotz offenem Restaurant, absolut geschützt unter einem riesigen Holzdach. Und wie selbstverständlich wurden unsere Speisen geschützt mit einem Schirm vom aufmerksamen Service serviert.

Die örtliche Schnapsbrennerei!

Dank perfekten Timings hatte sich der Monsunregen gelegt und wir konnten entspannt unseren Absacker genießen und vollgestopft mit den verschiedensten Eindrücken erschöpft zu Bett gehen.

Am nächsten Morgen hieß es für alle Freiwilligen „der frühe Vogel fängt den Wurm“. Um 5:30 Uhr startete die Gruppe zu einem einzigartigen Erlebnis. Um 6:00 Uhr morgens bot sich uns ein einzigartiges Bild, hunderte Mönche in Ihren safran-farbenen Roben strömten aus ihren Klöstern durch die Königsstadt um von Gläubigern Lebensmittel zu empfangen. Jeder aus unserer Gruppe erhielt einen Topf gefüllt mit Reis sowie einen Schal um den Mönchen ehrerbietend im knienden Zustand die Speisen zu überreichen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es wieder zu verschiedenen Hotelbesichtigungen. Gegen 10:00 Uhr stand der nächste Ausflug auf dem Plan, eine Bootsfahrt über den Mekong zu den Pak Ou Höhlen. Diese alten und heiligen Höhlen sind geschmückt mit unendlich vielen Buddha Statuen. Spektakuläre Felsformationen, eingebettet in eine wunderschöne Landschaft, haben diese vierstündige Bootstour zu einem bleibenden Erlebnis werden lassen. Auf unserer Rückfahrt hielten wir an einem typischen Bergdorf. Hier konnte man, je nach Geschmack und gesunden Magen, Lao Lao erwerben, ein Reisschnaps, der hier gebrannt und der Zugab wie beispielsweise Skorpionen, Schlangen, Salamander und ähnlichem Getier gebrannt. Aufgrund der besonderen „Wirkung“ bezieht man sich auf diese sehr gewöhnungsbedürftige Art und Weise der Zubereitung.

Nach dem Mittagessen ging es zum Nationalmuseum, einem ehemaligen Königspalast.

Ein Kloster und zwei Hotelbesichtigungen später, brachte uns der Flieger von Lao Airlines direkt in die Hauptstadt Vietnams.  Unsere Ankunft hielt einige Überraschungen für uns parat, wie die kurzfristige Umbenennung unseres Hotels. Das Abendessen fand dann im 5* Lao Plaza Hotel statt. Alle waren von der köstlichen, internationalen Küche begeistert. Im Anschluss wurden wir noch von unserem Gruppenleiter zu einem Cocktail an der Poolbar eingeladen.

Am nächsten Morgen frühstückten wir noch ausgiebig in unserem Hotel, bevor es dann hieß, das letzte Mal den Koffer vor die Tür zu stellen.

Im Buddhapark

Heute schauten wir uns die Hauptstadt Laos Vientiane an. Wir besuchten große Klosteranlagen, wie z.B. Wat Phra Keo und schauten uns auch noch einige Hotels an. Am Nachmittag hat uns der Reiseleiter noch den wunderschönen Buddhapark gezeigt. In diesem stehen riesengroße Buddhastatuen aus dem Hinduismus und Buddhismus. Der Park ist wirklich sehenswert.

Am frühen Abend hieß es dann Abschied nehmen von dieser kurzen und intensiven, aber wirklich wahnsinnig interessanten Reise.

Wir sind wieder nach Hanoi geflogen, wo wir uns dann beinahe alle gemeinsam noch einmal wartend auf unseren Heimflug nach Deutschland massieren ließen.

Ein toller Abschluss für diese Reise!

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