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„Enchantment of the Seas“ Royal Caribbean International einmal quer durch die Karibik
02.Februar 2010 Ole Kockmann bisher 1 Kommentar Share
“Auf ein amerikanisches Schiff würde ich niemals gehen! Zu groß, zu laut und zu viele Menschen!!“ diesen Kommentar habe ich noch heute in den Ohren als wir von einem Freund am Check In Counter der Air France in Berlin-Tegel „abgeliefert“ wurden. Die charmante Air France Dame lächelte uns daraufhin an und meinte immer noch besser als die ersten Herbststürme in Deutschland zu erleben.

Air France „verwöhnte“ uns mit löslichem Nescafe und einem trockenen Croissant bis Paris. Alles nicht weiter schlimm bei einem einstündigen Flug, aber in der Business Class? Unsere Erwartungen auf der Langstrecke wurden allerdings bei weitem übertroffen. Echten Kaffee, unglaublich charmante Flugbegleiterinnen und der berühmte Champagner bis zum Abwinken. Selbst das Umsteigen in Paris verlief reibungslos und schnell. Kein Streik, alle sprachen englisch oder deutsch, alles schön.
Nach knapp 10 Stunden landeten wir glücklich in Miami und wurden erneut positiv überrascht. Da wir Plätze in der 4. Reihe hatten, verließen wir die Maschine als Erste! Premiere! Kurzum, nach 25 Minuten standen wir am Gepäckband von dem schon unsere Koffer heruntergenommen waren.
Mit dem Shuttlebus zur Alamo Vermietstation und dann schnell ins Ritz-Carlton Hotel nach Fort Lauderdale. Bei der Ankunft durften wir den sprichwörtlichen exzellenten Service erleben. Noch vor dem
Check In wurden uns zwei eisgekühlte Wasserflaschen überreicht, die uns nach dem Flug und der Hitze extrem gut taten.
Unser Zimmer befand sich in der 15. Etage mit Blick auf den Atlantik und dem endlosen langen und weißen Strand. 10 Minuten später waren wir bereits im Meer und spülten uns den „Stress“ der langen Anreise von der Haut.
In Fort Lauderdale verbrachten wir nur einen Tag. Den aber komplett mit „Extremshopping“ im Outlet-Center Sawgrass Mills. “Untragbar”, mit wie vielen Tüten wir zurück ins Hotel mussten.
Der nächste Tag begann mit einem entspannten Frühstück bei Starbucks auf dem Weg zum Hafen. Ein großes, weißes Schiff versperrte uns die Sicht auf den Himmel. Die „Enchantment of the Seas“ lag wie eine Mega-Yacht vor uns. Es verschlug uns die Sprache, das passierte allerdings in den nächsten 12 Tagen noch öfter.

Das Einchecken verlief komplett entspannt und zügig. Trotz der 2.500 Gäste, die mit uns fünf Tage durch die Westkaribik fahren wollten. Nach nur 20 Minuten waren wir an Bord!
Da wir keine festen Essenszeiten wollten, hatten wir uns für das Programm „My Time Dining“ entschieden. Eine gute Wahl. Am Reservierungscounter konnten wir für die komplette Reise einen 2-er Tisch für uns buchen. Gegen 13:00 Uhr öffneten sich auf dem Schiff die Kabinentüren und wir konnten unsere Junior-Suite erkunden. Auf dem obersten Deck, vorne mit einem langen Balkon und tollem Blick auf den Hafen.

Unsere Kabine hatte ein Badezimmer mit Badewanne, einen Schreibtisch und eine Sitzecke. Das Publikum auf dem Schiff war sehr amerikanisch mit wenigen europäischen Gästen. Wir hatten uns vorab über das Internet einen Tisch im Restaurant „Chops Grill“ reserviert. Die Enchantment hat ein Spezialitätenrestaurant, das gegen einen Aufpreis in Höhe von 15 Euro genutzt werden kann. Da wir kein Interesse an der „Formal Night“ hatten, gingen wir an diesem Abend ins „Chops Grill“. Für Steak Fans ein Muß! Wir hatten das beste Steak unseres Lebens und haben gleich noch für den letzten Abend einen Tisch reserviert.
Den ersten Tag auf See haben wir komplett See mit Lesen und viel Sport verbracht.

Am zweiten Morgen, während wir zum zweiten Mal das Schiff auf dem Jogging-Parcours umrundeten, lief das Schiff Grand Cayman an. Mit Tenderbooten ging es schnell auf die Insel und bereits nach 1 Stunde kannten wir die Hauptstadt der Insel. Nachdem wir keine Briefkastenfirma eröffnen wollten, investierten wir in eine schöne Uhr die hier zollfrei verkauft werden. Von Swatch bis Rolex werden alle Marken deutlich günstiger angeboten.
Am folgenden Tag erkundeten wir die mexikanische Insel Cozumel. Wir nutzen den Stopp für eine kleine Shopping-Tour und ein Bad im Meer. Traumhaft schön, mit einem Corona Bier auf der Luftmatratze vor der mexikanischen Küste zu dümpeln.

Den letzen Tag an Bord verbrachten wir wieder entspannt mit Lesen bevor wir am 5. Tag in Fort Lauderdale einliefen.
Nachdem wir zwei Nächte in Miami verbracht hatten, zog es uns unweigerlich wieder auf ein Schiff. Nun aber noch größer und der Aufenthalt noch länger.
In Miami lagen an diesem Sonnabend vier riesen Schiffe im Hafen. Wir hatten das Größte gebucht. Die „Liberty of the Seas“. Und wenn wir bei der „Enchantment of the Seas“ sprachlos waren, hier stockte uns der Atem! Knapp 4.000 Gäste plus Besatzung finden auf diesem Schiff Platz.
Eines vorweg: Wir hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass auf diesem Schiff 5.600 Gäste und Crew mit uns fuhren. Das Angebot an Aktivitäten ist auf der Liberty schier endlos. Wir sind mit Schlittschuhen über das Eis gefahren, haben den Schornstein auf der Kletterwand erklommen, haben oben am Heck auf einer Wellenreitmaschine in den Wellen gesurft und haben in einem Irish-Pub europäisches Bier getrunken.

Den originellsten Abend haben wir im „Johnny Rockets“ verbracht, einer Burger Bar aus den 60-ger Jahren. Bei Milchshake und riiiesigen Burgern tanzten plötzlich alle Kellner auf dem Tresen und führten eine lustige Tanzeinlage auf. WOW!
Nicht zu vergessen die Eislaufshow auf hoher See und die Street-Shows auf der „Royal Promenade“ dem Shoppingzentrum, welches einmal durch das ganze Schiff verläuft.
Auf unserer zweiten Reise liefen wir St. Maarten, Puerto Rico und Labadee auf Haiti an.
Nach zwei Seetagen erreichten wir das tropische Paradies St. Maarten mit bunten kleinen Holzhäusern in einer Bucht mit dem schönsten Strand unserer Reise. Zum Pauschalpreis von 15 USD erhielten wir zwei Liegen, zwei Luftmatratzen, einen Schirm und nicht zu vergessen, zwei Bier. So verbrachten wir den Tag mit einem Bummel durch die Stadt und genossen unseren Aufenthalt am Strand und auf der Luftmatratze.
Der nächste Tag war komplett anders. Das geschichtsträchtige Puerto Rico faszinierte uns mit seinem geschäftigen Treiben und seiner überall präsenten Historie. Vom alten Fort hatten wir einen traumhaften Blick über die ganze Insel.
Vor unserem letzen Seetag legte die „Liberty of the Seas“ noch einen Badestop auf Labadee ein. Diese Landzunge ist exklusiv von der Reederei gepachtet worden und bietet alles, was wir für einen Strandtag benötigten. Sogar mehr. Ein absolutes Muss auf Labadee: `Die „Dragons Breath Flight Line“. Eingehängt in ein Seil geht es frei schwebend von einem nahegelegenen Berg quer über die Bucht zum Strand hinunter. Ein unglaublicher Spaß!
Den letzten Tag an Bord des amerikanischen Kreuzfahrers in karibischer See verbrachten wir mit einem schwedischen Krimi auf der Liege (Stieg Larsson- unbedingt lesen!) und auf dem Crosstrainer um das sehr gute Essen abzutrainieren.
Als wir in Miami nach einer Woche von Bord gingen, fiel uns wieder der Kommentar unseres Freundes ein.
Wir hatten nicht einmal das Gefühl, auf einem überfüllten Schiff zu sein und die Freundlichkeit der Royal Caribbean Crew, sowie die Ausstattung beider Schiffe übertrafen unsere Erwartungen bei weitem.

Wir haben wieder ein Schiff gebucht. Wieder ein amerikanisches. Im Mai geht es mit der Celebrity Equinox für 10 Tage durch das östliche Mittelmeer. Ich werde berichten. Sollte ich den ersten echten Rasen auf einem Kreuzfahrtschiff jemals wieder verlassen wollen.
Ole Kockmann
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1. Andreas | 03.Februar 2010 at 15:47
Das ist ja mal ein geiler Reisebericht. Macht Lust, macht Spaß und hat Infos mit Mehrwert!
Mehr davon!
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